Der Marktanteil von x86-Prozessoren verschiebt sich weiter zugunsten von AMD, wodurch der Anteil der Intel-Prozessoren sinkt. Laut einer Studie von Mercury Research sind die x86-Prozessoren von Intel erstmals seit 1995 unter 70 % gefallen, was einem Rückgang von 6,5 Punkten im Jahresvergleich entspricht. Im Gegenzug profitiert AMD, das von 30 % aufgestiegen ist und die Lücke schließt, die Intel hinterlassen hat.
Intel fällt unter 70 % des x86-Marktanteils – erstmals seit 1995
Konkret liegt der Marktanteil von Intel im zweiten Quartal bei 69,3 %, eine Zahl, die seit 31 Jahren nicht mehr erreicht wurde. AMD hat 30,7 % erzielt und damit einen neuen Rekord für das Unternehmen aufgestellt.
Die Zahlen beziehen sich auf Auslieferungen von CPUs für Personalcomputer und Server, ohne andere CPU-Typen wie maßgeschneiderte, eingebettete Systeme und IoT zu berücksichtigen. Wenn man Intel in diese Kategorien einbezieht, liegt der Anteil bei 65,9 %. Letzteres kommt AMD zugute, da es sich um die Auslieferung von Prozessoren für tragbare Konsolen handelt, die sich besser als erwartet verkaufen. Intel tritt in diesem Bereich nicht an, mit Ausnahme der neu eingeführten Intel Arc G3 Series, die nur wenige Geräte umfasst und wenig Zeit auf dem Markt ist.
AMD erhöht seinen Anteil im Desktop- und Serversegment
Bei genauerer Betrachtung liegt der Marktanteil von Intel bei 65,1 % bei Desktop-Prozessoren, während AMD die restlichen 34,9 % hält. Das hat Intel gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres 2,7 Punkte gekostet. Im Serverbereich konnte AMD den Anteil gegenüber dem Vorjahr um 7,3 Punkte erhöhen und liegt bei 34,5 % gegenüber 65,5 % für Intel. Im Laptopsegment liegt Intel weiterhin über der 70 %-Marke, mit einem Anteil von 71,1 %. Dennoch hat Intel im Vergleich zum gleichen Datum des Vorjahres 8,4 % verloren.
AMD erzielt neuen Rekord und verkürzt weiter den Abstand zu Intel
AMD gewinnt weiter an Boden und hat einen Gesamtmarktanteil von 30,3 % erreicht. Intel scheint alles zu geben, um die verlorenen Werte zurückzugewinnen, die denen von vor bereits 31 Jahren entsprechen.