Akasa verwandelt den ASUS NUC 16 Pro in einen lüfterlosen Mini-PC mit dem Newton N16

Oscar

Akasa hat die Newton N16 vorgestellt, ein Aluminiumgehäuse, das es ermöglicht, den ASUS NUC 16 Pro in einen passiv gekühlten Mini-PC zu verwandeln – vollständig ohne Lüfter. Das Gehäuse ersetzt das serienmäßige Kühlsystem durch Module, die die Wärme vom Prozessor und von den beiden M.2-Laufwerken in die äußere Hülle leiten. Das Ergebnis arbeitet ohne Lüfter oder andere bewegliche Teile, erfordert jedoch, dass der Prozessor auf maximal 28 W begrenzt wird.

Der Vorschlag richtet sich an Installationen, bei denen Lärm oder der Verschleiß eines Lüfters problematisch sind. Die Newton N16 gilt noch als kommendes Produkt: Der Hersteller hat seine Spezifikationen und die Kompatibilität veröffentlicht, aber weder Preis noch Erscheinungsdatum im Handel bekanntgegeben.

Das komplette Gehäuse fungiert als Kühler

Gehäuse und Gehäuseoberflächen sind aus schwarz eloxiertem Aluminium gefertigt. Die außen verteilten Lamellen erhöhen die verfügbare Oberfläche, um die Wärme in die Umgebung abzugeben. Im Inneren enthält Akasa ein Aluminiummodul für die CPU, versehen mit Wärmeleitpaste, sowie zwei unabhängige Module mit Pads für die M.2-SSDs. Damit deckt das Kühlsystem die drei Bauteile ab, die in diesem Format die meiste Temperatur erreichen können.

Die Newton N16 misst 188,6 x 204 x 53,6 mm und fasst 2,1 Liter. Sie ist größer als das ursprüngliche Gehäuse des NUC 16 Pro, dessen Abmessungen 144 x 117 x 42 mm betragen, weil mehr Metall und eine deutlich größere Außenfläche für die passive Kühlung erforderlich sind. Sie unterstützt ausschließlich M.2-Speicher, entsprechend den beiden Schächten, die das ASUS-Mainboard bietet.

Die VESA-Montage ermöglicht es, den Rechner hinter einem Monitor zu befestigen. Akasa wird separat eine Wandhalterung anbieten, gekennzeichnet als A-NUC109-KT01, sowie eine Frontplatte A-NUC109-FP02 für Installationen in 10-Zoll-Racks. Diese Optionen eignen sich für Arbeitsplätze, Digital Signage und kleine Deployments mit mehreren Geräten.

Die 28-W-Grenze zwingt zu BIOS-Anpassungen

Der bedeutendste Unterschied zum serienmäßigen NUC 16 Pro betrifft die Leistungsaufnahme. ASUS bietet diese Plattform mit Intel Core Ultra Series 3-Prozessoren, die typischerweise 45 oder 65 W benötigen, während das passive System von Akasa bis zu 28 W zugelassen ist. Der Hersteller weist darauf hin, dass es notwendig sein kann, die Leistungsgrenze über das BIOS anzupassen, und liefert eine spezifische Anleitung dazu.

Das Gehäuse akzeptiert NUC 16 Pro-Platinen mit Core Ultra X9, Core Ultra X7, Core Ultra 7 und Core Ultra 5, doch die Installation eines High-End-Modells erhält nicht automatisch seine maximale Leistung. Eine Konfiguration, die auf 28 W begrenzt ist, bietet weniger Spielraum, um unter länger andauernden Lasten hohe Taktraten zu halten, als das ursprüngliche Doppel-Lüfter-Gehäuse. Die Reduktion ist der direkte Kompromiss, um einen stillen Betrieb ohne mechanische Lüftung zu erreichen.

Der NUC behält seine NPU sowie die Grafikeinheiten Intel Arc bzw. Intel Graphics des jeweiligen Prozessors. ASUS nennt in den oberen Konfigurationen bis zu 180 TOPS in der Gesamtleistung. Akasa veröffentlicht keine Tests zum realen Leistungsvermögen bei der 28-W-Begrenzung, daher sagt diese Zahl nichts Unbedingt über die langfristige Leistung aus.

Geeknetic Akasa convierte el ASUS NUC 16 Pro en un mini PC sin ventiladores con su Newton N16 2

Zwei Varianten für HDMI- und DisplayPort-Ausgänge

Akasa bereitet zwei Varianten vor, da ASUS Mainboards mit unterschiedlicher hinterer Layoutung anbietet. Die A-NUC109-M1B entspricht Modellen mit zwei HDMI, während die A-NUC109-M2B für die Variante mit zwei DisplayPort konzipiert ist. Die Marke empfiehlt, vor dem Kauf die Platine zu prüfen, da die Videoanschlüsse verschieden sind und die beiden Gehäuse in diesem Punkt nicht austauschbar sind.

Beide behalten die Originalanschlüsse des NUC. Auf der Vorderseite sind ein 10-Gbit/s USB-C, zwei 10-Gbit/s USB-A, der Ein-/Aus-Schalter und dessen Statusanzeige zugänglich. Die Rückseite bietet Öffnungen für zwei weitere USB-C, zwei USB-A, zwei Ethernet-Verbindungen, Netzeingang, Serielle Port und die zwei Videoausgänge, die der jeweiligen Version entsprechen. Außerdem gibt es zwei Antennenöffnungen und einen Kensington-Slot.

Als Option nennt Akasa sein externes Netzteil AK-PD120-04M mit 120 W und 19 V. Die bereitgestellte Dokumentation umfasst das Wärmeleitmaterial, die Kühlmodule und Installationsanleitungen in mehreren Sprachen, darunter Spanisch.

Die Newton N16 verwandelt eine kompakte, leistungsstarke Plattform in ein System, das auf mittlere Lasten, kontinuierlichen Betrieb und Umgebungen ausgerichtet ist, in denen der Wartungsaufwand reduziert werden soll. Das Fehlen von Lüftern verhindert Geräusche und eliminiert eine potenzielle Fehlerquelle, aber die Wärme hängt weiterhin von der Umgebungstemperatur, der Platzierung des Gehäuses und der korrekten Einstellung der Leistungsgrenze ab.

Akasa stuft die beiden Versionen weiterhin als kommende Produkte ein. Bis Preis, Termin und mögliche regionale Kompatibilitätslisten bekanntgegeben werden, bleiben die Bezeichnungen A-NUC109-M1B und A-NUC109-M2B, die maximale Unterstützung von 28 W sowie die Montagemöglichkeiten mit VESA, Wand und 10-Zoll-Rack bestätigt.