Microsoft und Samsung waren bis vor Kurzem enge Kooperationspartner. Zum Beispiel gehörten Galaxy-Geräte oft zu den ersten, die Neuerungen in der Windows-Verbindungs-App für Mobilgeräte erhielten. Dabei spielte es keine Rolle, ob diese App es ermöglichte, den Bildschirm des Geräts am PC anzuzeigen, Benachrichtigungen zu beantworten oder die Galerie des Telefons zu durchsuchen: Die Galaxy-Geräte unterstützten die Funktion fast immer zuerst. Zudem waren viele Microsoft-Apps auf den Smartphones des koreanischen Herstellers vorinstalliert, unabhängig von der Modellreihe. Aber das gehört der Vergangenheit an.
Eine der wichtigsten Eigenschaften der Samsung-Smartphones war, dass die native Galerie des Telefons mit OneDrive synchronisiert wurde. Ehrlich gesagt war das eine ziemlich nützliche Funktion, besonders weil Fotos sich leicht mit jedem Gerät über den Cloud-Dienst-Client synchronisieren ließen oder einfach online verfügbar waren. Allerdings, wie @UniverseIce auf X veröffentlicht, gehört diese Integration nun der Vergangenheit an.
Nun können die Fotos der Galerie mit einem Google-Konto synchronisiert werden, wie es auch bei Geräten anderer Marken, wie Xiaomi, der Fall ist. Wenn man sich mit dem Google-Konto anmeldet, werden alle Inhalte mit Google Fotos synchronisiert. So kannst du, falls du lieber die native App statt der Google-App zur Verwaltung deiner Erinnerungen verwendest, dies tun, ohne die Synchronisierung zu verlieren.
Auch das Samsung-Konto ist erforderlich
Neben der Anmeldung mit Google weist die eigene Galerie-App darauf hin, dass das Gerät mit einem Samsung-Konto verknüpft sein muss. Außerdem kann die Synchronisierung jederzeit über die Einstellungen der App beendet werden.
Um diese Funktion nutzen zu können, musst du alle Apps deines Geräts aktualisieren, insbesondere die Galerie und eine App namens Galaxy Cloud Sync. Letztere findest du im Samsung App Store, dem Galaxy Store. Nachdem du die neuesten Versionen installiert hast, kannst du sie auf deinem Gerät aktivieren. Beachte, dass die Inhalte, die sich in OneDrive befinden, dort weiterhin vorhanden bleiben; du kannst sie jedoch auch zu Google Fotos migrieren.
Übrigens macht Google deutlich, dass nur persönliche Konten für diese Funktion verwendet werden können. Ein Login mit einem Workspace-Konto funktioniert also nicht.
Wie funktioniert diese Synchronisierung genau?
Die Synchronisierung soll ziemlich einfach sein, auch wenn sie einige Besonderheiten hat, die man beachten sollte. Zunächst werden die Videos und Fotos des Geräts, die sich in den vom Benutzer ausgewählten Ordnern befinden, an Google Fotos gesendet. Ebenso bleiben Metadaten wie Datum oder Ort erhalten.
Wenn Bearbeitungen vorgenommen werden, sei es in Google Fotos oder in der Samsung-Galerie, werden diese synchronisiert, auch wenn dabei einige Duplikate auftreten können. Das kann ohne Zweifel ziemlich chaotisch wirken. Google erklärt auf seiner Support-Seite, dass der aus einem Samsung-Gerät synchronisierte Inhalt nicht für bestimmte Funktionen seiner Fotos-App verwendet wird. Zum Beispiel wird er nicht in der Suche oder in Erinnerungen und Highlights verwendet.
Was passiert, wenn die Synchronisierung zwischen den beiden Plattformen deaktiviert wird? Nun, Bilder und Videos, die ab diesem Zeitpunkt aufgenommen werden, werden nicht mehr an Googles Server gesendet. Allerdings bleibt der zuvor gesicherte Inhalt in Google Fotos vorhanden. Man sollte beachten, dass, falls die Fotos und Videos nicht mehr auf dem Gerät vorhanden sind, sie in der Samsung-Galerie nicht mehr angezeigt werden.
Das Beste ist, dass man, falls man plant, diese Funktion zu aktivieren, nachdem man sie erhalten hat, das Google-Support-Dokument sorgfältig liest, denn es klärt alle Zweifel. Den Link dazu findet man ein Stück weiter oben.