Android-Geräte könnten Fuchsia OS erhalten, aber nicht wie erwartet

Oscar

Google könnte Fuchsia OS also doch in Android-Geräte integrieren. Allerdings vermutlich nicht so, wie man es sich vorstellt, sondern auf eine dezentere Art und Weise. Alles würde sich um das Microfuchsia-Projekt drehen.

Fuchsia OS, das am wenigsten bekannte unter den Betriebssystemen von Google

Im Betriebssystemsegment ist der Riese aus Mountain View für Android und Chrome OS bekannt. Allerdings gibt es das weniger bekannte Fuchsia OS auch schon seit Jahren. Android und Chrome OS wurden auf dem Linux-Kernel entwickelt. Fuchsia OS verwendet als Kernel Zircon, das eine mikrokernelähnliche Architektur hat. Zur Referenz: Die Architektur von HarmonyOS NEXT basiert ebenfalls auf einem Mikrokernel.

Eine Mikrokernel-Architektur bedeutet, dass das gesamte Betriebssystem nicht direkt im Kernel ausgeführt wird. Stattdessen werden nur die grundlegendsten Dienste ausgeführt (z. B. die zum Booten des Systems erforderlichen Elemente). Es gibt also weniger Code mit hohen Privilegien, was zu verbesserter Sicherheit und Stabilität führt. Dies hat jedoch einen Nachteil, da die Leistung geringer ist, weil mehr Daten kontinuierlich zwischen verschiedenen Bereichen (Kernel und Benutzerbereich) verschoben werden.

Vielleicht ist es das Leistungsproblem, das Googles angebliche Absicht, Android durch Fuchsia OS zu ersetzen, verzögert (oder zunichte gemacht) hat. Es kann jedoch immer noch in kleinerem Maßstab umgesetzt werden, und das ist es, was Google auf Smartphones tun könnte.

Fuchsia OS könnte zur Verbesserung der Sicherheit auf Android-Geräten implementiert werden

Laut Mishaal Rahman arbeitet Google seit April 2024 an „Microfuchsia“. Dabei handelt es sich um ein Projekt, um Fuchsia OS durch Virtualisierung auf aktuellen Geräten laufen zu lassen. Damit möchte das Unternehmen Microfuchsia auf Android implementieren, um bestimmte Arten von Prozessen in sicher isolierten Umgebungen laufen zu lassen. Derzeit kümmert sich das Microdroid-Subsystem auf Android darum. Google könnte Microdroid also durch Microfuchsia ersetzen, um mehr Sicherheit und vielleicht auch mehr Geschwindigkeit zu erreichen.

Die Quelle fügt hinzu, dass AOSP gerade vorbereitende Patches für die Implementierung von Microfuchsia erhalten habe. Googles Pläne diesbezüglich sind jedoch noch nicht ganz klar. Derzeit hat das Unternehmen Fuchsia OS nur auf Smart-Home-Geräten der Nest-Familie implementiert. Hoffentlich werden in den nächsten Wochen oder Monaten weitere Details zum Microfuchsia-Projekt ans Licht kommen.