Der Google Play Store wird in den USA endlich für die Abrechnung über Drittanbieter geöffnet

Oscar

Seit einiger Zeit läuft ein Rechtsstreit um den Google Play Store. Jetzt haben wir endlich einen großen Sieg für App-Entwickler und Android-Nutzer in den Vereinigten Staaten. Nach einem mehrjährigen Rechtsstreit mit Epic Games (dem Erfinder von Fortnite) war Google gezwungen, sein Ökosystem zu öffnen und damit einer Praxis ein Ende zu setzen, die den Play Store seit Jahren prägte. Mit sofortiger Wirkung ist für Nutzer in den USA die strenge Anforderung, dass App-Entwickler für In-App-Käufe ausschließlich Google Play Billing (GPB) verwenden müssen, aufgehoben und ermöglicht Zahlungslösungen von Drittanbietern.

Sie können jetzt die Google Play-Abrechnung umgehen, um günstigere In-App-Käufe zu erhalten

Diese große Änderung ist das Ergebnis einer einstweiligen Verfügung eines US-Bezirksgerichts. Der Mountain View-Riese hat gerade seine Google Play-Richtlinien aktualisiert, um dem Urteil vom 29. Oktober 2025 zu entsprechen. Zuvor hatte das Unternehmen argumentiert, dass das obligatorische Abrechnungssystem notwendig sei, um „Bewahren Sie das Vertrauen und die Sicherheit der Benutzer.“

Die neuen Richtlinien gewähren Entwicklern zwei wichtige Freiheiten, die die Macht von Google verlagern. Entwickler müssen für Transaktionen in ihren Apps nicht mehr Google Play Billing verwenden. Sie können nun ihre eigenen Zahlungssysteme implementieren. Auf diese Weise können sie die erhebliche Provision (oft als „Google-Steuer“ bezeichnet) umgehen, die die Plattform in der Vergangenheit erhoben hat.

Darüber hinaus erhalten Entwickler das Recht, mit Nutzern über Optionen außerhalb des Play Store zu kommunizieren. Google wird einem Entwickler nicht verbieten, einen Link zu externen Transaktionen oder sogar einen Link zu einem Ort bereitzustellen, an dem die App außerhalb des Play Store heruntergeladen werden kann. Außerdem kann ein Entwickler jetzt einen günstigeren Preis anbieten, wenn der Benutzer eine alternative Zahlungsmethode wählt. Dies gibt ihnen die Möglichkeit, Einsparungen direkt an den Verbraucher weiterzugeben.

Der Kampf ist noch nicht vorbei

Diese Änderung verspricht wettbewerbsfähige Preise für Verbraucher in den USA. Der Kampf mit dem Technologieriesen geht jedoch weiter.

Google hat deutlich gemacht, dass es zwar der aktuellen einstweiligen Verfügung nachkommt, das Urteil jedoch weiterhin gerichtlich anfechten wird. Das Unternehmen versuchte vor Kurzem, den Obersten Gerichtshof dazu zu bewegen, seinen Fall anzuhören und diese Änderungen auszusetzen, dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt.

Diese neu gewonnenen Freiheiten sind vorerst strikt auf die Vereinigten Staaten beschränkt, solange der Gerichtsbeschluss in Kraft bleibt. Nutzer und Entwickler im Rest der Welt müssen weiterhin die alten Google Play-Beschränkungen einhalten. Andere Länder werden abwarten müssen, ob dieses bahnbrechende US-Urteil letztendlich einen globalen Politikwechsel erzwingt.