Der jüngste US-Telekommunikationsangriff aus China könnte Tausende betroffen haben

Oscar

Im Oktober bestätigten das FBI und die CISA, dass sie einen möglichen Hackerangriff auf die Telekommunikationsinfrastruktur in den USA untersuchen. Der Hack suchte nach privaten Daten von Präsidentschaftskandidaten und engen Mitarbeitern. In einem neuen Bericht wird jedoch behauptet, dass Hacker „umfassende Spionage“ von anfälligen Telekommunikationsgeräten ermöglicht hätten, was möglicherweise Auswirkungen auf Tausende von Amerikanern hätte.

Berichten zufolge ermöglichten chinesische Telekommunikations-Hacker „umfassende Spionage“, von der möglicherweise Tausende Amerikaner betroffen waren

Nach Bestätigung durch US-Behörden enthüllte ein Bericht der New York Times, dass das Hauptziel des Hacks die Telefone der Wahlkampfmitarbeiter von Donald Trump, JD Vance und Kamala Harris waren. Nach Angaben der Ermittler ist die chinesische Hackergruppe als „Salt Typhoon“ bekannt. Bei ihrer Suche nach vertraulichen Daten haben sie sich möglicherweise Zugriff auf Anruf- und SMS-Aufzeichnungen verschafft.

Das Wall Street Journal berichtet nun, dass die Spionage „potenziell Tausende Amerikaner“ betroffen haben könnte. Der Quelle zufolge könnte die Hackergruppe mit einem chinesischen Geheimdienst in Verbindung stehen. Darüber hinaus reichte das Ausmaß des Verstoßes möglicherweise über die Wahlkampfmitarbeiter von US-Politikern hinaus. Es hätte irgendwann alle treffen können, die jemals mit ihnen in Kontakt standen. Die Spionage hätte etwa acht Monate dauern können, heißt es in dem Bericht.

Anrufe und SMS-Protokolle von Tausenden von Menschen wären Hackern ausgeliefert gewesen

Salt Typhoon scheint sich ausschließlich auf hochrangige US-Politiker und enge Mitarbeiter konzentriert zu haben. Die von ihnen verwendeten Methoden gaben ihnen jedoch „die Möglichkeit, auf die Telefondaten praktisch jedes Amerikaners zuzugreifen, der Kunde eines kompromittierten Mobilfunkanbieters ist – einer Gruppe, zu der AT&T und Verizon gehören“. Im Wesentlichen hat die Hackergruppe bestimmte Router kompromittiert, über die sie Zugriff auf die Telekommunikationsaufzeichnungen aller Mobilgeräte hatte, die über eine Antenne damit verbunden waren.

Bemerkenswert ist, dass in dem Bericht nicht behauptet wird, dass die Daten Tausender Benutzer von den Hackern gestohlen wurden. Es lag jedoch völlig in der Macht der Gruppe, dies zu tun, wenn sie wollte, was eine besorgniserregende Nachricht ist. AT&T hat in der jüngeren Vergangenheit bereits Vorfälle von Datenschutzverletzungen bestätigt. Ein weiterer Angriff könnte dem Markenimage noch mehr schaden. Von keinem der beiden beteiligten Mobilfunkanbieter gibt es hierzu noch eine offizielle Stellungnahme.