Apple muss wegen seiner App-Store-Richtlinien bald mit einer hohen Geldstrafe der EU rechnen. Es wäre das erste Mal, dass der iPhone-Hersteller nach dem Digital Markets Act (DMA) der EU bestraft wird.
Apple ist das erste Unternehmen, das im Rahmen des DMA der EU wegen seiner App-Store-Richtlinien bestraft wird
Apple wurde Anfang des Jahres von der EU für schuldig befunden, „Steuerungs“-Richtlinien in seinem App Store durchgesetzt zu haben. Die Europäische Kommission hat außerdem eine neue Untersuchung zur mangelhaften Unterstützung von Apple für alternative iOS-Marktplätze in Europa eingeleitet.
Die EU behauptet, Apple untergrabe alternative iOS-App-Stores. Allerdings muss Apple im Rahmen des DMA der EU mit einer hohen Geldstrafe rechnen. Blomberg hat berichtet. Damit wäre Apple das erste Unternehmen, dem im Rahmen des DMA finanzielle Strafen drohen.
Die Kommission bereitet sich auf die Verhängung der Strafe vor, nachdem sie festgestellt hat, dass Apples „Anti-Steering“-Praktiken den Wettbewerb im App Store beeinträchtigt haben. Einfach ausgedrückt kam die EU zu dem Schluss, dass Apple das Konzept, Entwicklern die Möglichkeit zu geben, Benutzer zu günstigeren Einkäufen außerhalb des App Stores zu führen oder darauf hinzuweisen, nicht vollständig unterstützt. Die EU hatte dieses Verhalten im Rahmen des DMA bereits im März für illegal erklärt.
Wie viel Bußgeld muss Apple möglicherweise an die EU zahlen?
Übrigens muss nicht nur Apple von der EU mit Druck oder hohen Bußgeldern rechnen. Auch andere Technologiegiganten wie Google und Meta stehen auf dem Prüfstand und müssen mit teilweise sehr hohen Bußgeldern rechnen.
Als Spotify sich damals bei der EU beschwert hatte, hatte diese Apple wegen seiner App-Store-Richtlinien mit einer Geldstrafe von 1,84 Milliarden Euro belegt. Übrigens liegt die Beschwerde von Spotify über die Anti-Steering-Praktiken von Apple schon vor dem DMA vor.
Derzeit steht Apple vor einem neuen Verfahren wegen der Unterstützung des Unternehmens für alternative iOS- und iPadOS-App-Stores. Die EU hat Einwände gegen die Kerntechnologiegebühr von Apple, ihre Zulassungsvoraussetzungen für Entwickler und auch ihre Aussicht auf Zubehör von Drittanbietern erhoben. Darüber hinaus behauptet die EU weiterhin, Apple habe es iPhone-Nutzern nicht leicht gemacht, zu Marktplätzen von Drittanbietern zu wechseln.
Die DMA-Regeln besagen, dass Unternehmen bis zu 10 Prozent des weltweiten Jahresumsatzes und bis zu 20 Prozent bei wiederholten Verstößen in Rechnung gestellt werden können. Berichten zufolge entspricht dies einer Geldstrafe von 38 Milliarden US-Dollar. Apple hat die Entwicklung noch nicht kommentiert. Allerdings würde Apple höchstwahrscheinlich jeden von der EU beschlossenen Betrag anfechten.