Steuern sind ein komplexes und oft umstrittenes Thema. Das liegt daran, dass niemand Steuern wirklich mag. Wenn Sie arm sind, bedeuten Steuern am Ende des Tages nur weniger Geld für Sie. Wenn man reich ist, gibt sich natürlich niemand gerne von seinem Geld ab, und so sind auch die sagenhaft Reichen nicht gerade begeistert davon. Was machen diese Ultrareichen also? Im Fall von Google-Mitbegründer Larry Page hat er sein Unternehmen offiziell außerhalb Kaliforniens verlegt, um der Milliardärssteuer zu entgehen.
Google-Mitbegründer zieht aus Kalifornien weg, um der Milliardärssteuer zu entgehen
Für diejenigen, die es nicht kennen: Im November 2026 kommt im Bundesstaat Kalifornien ein neues Steuergesetz in Kraft. Es heißt „Das Milliardärssteuergesetz 2026“. Dieses Gesetz sieht eine einmalige Abgabe von 5 % für Personen mit einem Nettovermögen von über 1 Milliarde US-Dollar vor. Dies ist eine einmalige Sache, im Gegensatz zu regulären Steuern, die jährlich gezahlt werden müssen. 5 % scheinen vielleicht keine besonders große Zahl zu sein, aber 5 % von 1 Milliarde US-Dollar sind im Wesentlichen 50 Millionen US-Dollar. Das ist eine Menge Geld, das in die Steuern fließt.
Um nun nicht möglicherweise von der Steuer dieses Milliardärs erfasst zu werden, beschloss Google-Mitbegründer Page, die Beziehungen zu Kalifornien abzubrechen. Berichten zufolge hat Page im Dezember sein Family Office, Koop, aus Kalifornien verlegt. Später wurde es in Delaware eingemeindet. Er verlegte auch seine anderen Unternehmen, wie Flu Lab LLC und One Aero, in andere Bundesstaaten. Dazu gehören Delaware, Florida, Nevada und Texas.
Allerdings ist unklar, ob Pages Wechsel vorübergehender oder dauerhafter Natur ist. Über das Milliardärssteuergesetz 2026 wird voraussichtlich im November dieses Jahres abgestimmt. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass es fehlschlägt, was bedeutet, dass Page bis dahin warten könnte.
Exodus der Reichen
Befürworter des Gesetzes schätzen, dass die dadurch in den nächsten fünf Jahren gesammelten Gelder rund 100 Milliarden US-Dollar betragen werden. Dieses Geld wird im Vorgriff auf Kürzungen des Bundeshaushalts verwendet. Besonders in Bereichen wie Gesundheitswesen, Bildung und Nahrungsmittelhilfeprogrammen.
Allerdings ist es eine gute Möglichkeit, die Geldbeutel der Wohlhabenden in Deckung zu bringen. Laut dem Risikokapitalgeber Vinod Khosla könnte dies zur Abwanderung der vielen reichen Menschen führen, die im Staat leben oder dort Geschäfte machen. Khosla glaubt, dass dieses Gesetz dazu führen würde, dass Kalifornien seine wichtigsten Steuerzahler verliert und in eine viel schlimmere Situation geraten würde als jetzt.