Einführung und Technische Spezifikationen des ENDORFY Solum 2 Pro
Hier präsentieren wir die Bewertung des ENDORFY Solum 2 Pro, eines USB-C-Kondensatormikrofons mit Nierencharakteristik (cardioid) und 24 Bit / 192 kHz, der höchsten Auflösung, die ENDORFY innerhalb der Solum-Serie von Mikrofonen für Streamer und Content-Ersteller bietet.
Es verfügt über eine eigene verstellbare Metallbasis mit Gummi-Dämpfern und Kabelmanagement sowie ein berührungsempfindliches Bedienfeld zur Kontrolle der Pegel, Stummschaltung oder Lautstärke der Monitoring-Ausgabe. All dies wird von einem RGB-Beleuchtungssystem begleitet, das visuell die Pegel des Mikrofons anzeigt.
Technische Merkmale des ENDORFY Solum 2 Pro
- Allgemeine Informationen
- Produkttyp: Kondensatormikrofon
- Farbe: Schwarz
- Material: Metall
- Audiospezifikationen
- Frequenzgang: 20 – 20.000 Hz
- Richtcharakteristik: Kardioid
- Samplerate: 192 kHz
- Bit-Tiefe: 24 Bit
- Kopfhörer-Monitoringausgang: Ja
- Bedienelemente und Funktionen
- Stummschalttaste: Ja (berührungsempfindlich)
- Gain-Einstellung: Ja
- Pop-Filter: Ja (extern, abnehmbar)
- Schwingungsdämpfer (Shock Mount): Ja
- Kompatibilität
- Betriebssysteme: Windows, macOS, Android, iOS, PS4/5
- Andere: Die Mehrheit der Smartphones mit OTG-Unterstützung und USB-C-Anschluss
- Konnektivität und Abmessungen
- Montageart: Basis
- Abmessungen: 100 x 125 x 210 mm
- Lieferumfang
- ENDORFY Solum 2 Pro Mikrofon
- Mikrofonbasis
- USB-C Kabel und USB-C auf USB-A Adapter
- Schwingungsdämpfer (Shock Mount)
- Abnehmbares Pop-Filter
- Benutzerhandbuch
- Preis: 80,94 Euro.
Design und Konnektivität
Der ENDORFY Solum 2 Pro kommt in einer matt-schwarzen Oberfläche mit einer vollständig metallischen Bauweise, sowohl dem zylindrischen Gehäuse des Kapselaufnahmers als auch der runden Basis, auf der es ruht. Das Markenlogo scheint in die Vorderseite des Gehäuses eingeprägt zu sein, direkt unter dem Shock Mount, daneben der vertikal auf der Seite gedruckte Name „Solum 2 Pro“.
„Gain“ und „Vol“ sind die beiden Beschriftungen, die am unteren Rand erscheinen, zusammen mit einer LED, die anzeigt, welcher Modus aktiviert ist. Im weiteren Verlauf gehen wir darauf näher ein.

Der obere Teil des Mikrofons beherbergt das Gehäuse des eigentlichen Elements, mit kreisförmigen Öffnungen rundherum, während der untere Teil glatt ist, getrennt durch einen ARGB-LED-Streifen, den das Unternehmen „Stealth“ nennt – einfach, weil er beim Ausschalten so wirkt, als sei dort kein LED-Bereich vorhanden.
Seine Funktion ist vor allem ästhetischer Natur (obwohl es rot leuchtet, wenn man stumm schaltet) und lässt sich in Effekten und Farben über einen berührungsempfindlichen Knopf auf der Rückseite steuern, direkt neben dem USB-C-Anschluss und dem 3,5-mm-Stecker für das zeitgleiche Monitoren des Sounds.

Der Mikrofonkörper wird mit einem ringförmigen Klemmsystem geliefert, das offen gestaltet ist und sich von den geschlossenen Käfigen anderer Kondensatormikrofone unterscheidet. Aus der Perspektive betrachtet ermöglicht der Ring deutlich die vier Gummidämpfer zu sehen, die den Mikrofonkörper an den Aufhängungen gegen externe Vibrationen schützen.

Die Befestigung am Arm oder Halter wird durch eine seitliche Feststellschraube gelöst, sodass man das Mikro einfach hinein- oder herausschieben kann, ohne weiteres Werkzeug zu benötigen.
Außerdem kann es von der Basis abgenommen werden, um den Halter an andere Arm- oder Halterungen, Stative etc. zu montieren, über ein standardmäßiges 5/8″-Gewinde.

Oben am Kapselgehäuse befindet sich der berührungsempfindliche Stummschalter, markiert durch ein kleines durchgestrichenes Mikrofon-Symbol, in die Metalloberfläche integriert.

Um dieses Symbol herum bleibt ein ringförmiges LED-Muster im Ruhezustand vollständig ausgeschaltet und leuchtet je nach aktiver Funktion in unterschiedlichen Farben: Grün für den Monitorpegel, Blau für die Gain-Stellung und Rot, wenn das Mikrofon stummgeschaltet ist. Der Modus und der Pegel bzw. die Verstärkung lassen sich so sehr klar erkennen und fügen sich gut ins Design ein.

Zusätzlich zur oberen Anzeige am LED-Ring (ebenfalls mit dem Stealth-Design, das ihn beim Ausschalten nahezu unsichtbar macht) gibt es zwei kleine LEDs im Bereich GAIN und VOL; so lässt sich auch von vorne erkennen, in welchem Modus man sich befindet, da man bei flexiblen Arm- oder Verlängerungsanwendungen die oberen LEDs eventuell nicht sehen kann.

Aber wie lässt sich Lautstärke und Gain steuern? ENDORFY hat dies so gelöst, dass das Design des Mikrofons nicht gestört wird: Das Multifunktionsrad befindet sich am unteren Teil des Gehäuses, direkt vor der Basis, mit einer leicht rauen Oberfläche für besseren Griff beim Drehen. Es ist eine einzige Scheibe, die durch Drehen Lautstärke und Gain regelt. Um zwischen den Modi zu wechseln, integriert es außerdem eine berührungsempfindliche Taste am unteren Bereich, mit dem Markenlogo als Relief.
Zusätzlich zum Haltemodul und dem USB-C-zu-USB-C-Kabel ist ein kleiner Adapter USB-C zu USB-A enthalten, um die Vielfalt zu erhöhen.

Schließlich darf ein weiteres Schlüsselelement, das die Klangqualität direkt beeinflusst, nicht vergessen werden: der Pop-Filter.
Dabei handelt es sich um eine gebogene Gitterplatte, die direkt vor dem Mikrofon montiert wird, indem sie am eigenen runden Halter befestigt wird. Ihre Aufgabe ist es, den direkten Luftstoß bei Konsonanten wie B oder P abzulenken, bevor er das Mikrofon erreicht, und so das Aufnahmeergebnis zu glätten.

Praxis-Erfahrung mit dem ENDORFY Solum 2 Pro
Der ENDORFY Solum 2 Pro ist ein extrem einfach zu verwendendes USB-C-Mikrofon; man muss es nur an einen USB-C-Port (oder mit dem Adapter USB-A) an jeden Computer anschließen, oder sogar Tablets und Mobilgeräte mit OTG-Unterstützung (die Mehrheit heute) – und schon funktioniert ein hochwertiges Aufnahme- und Sprachübertragungssystem sofort.
Das bedeutet, dass keine Software oder Treiber installiert werden müssen; die Gain-/Lautstärke des Mikrofons wird direkt über das untere Drehrad gesteuert, ebenso wie die Lautstärke der Monitor-Ausgabe.
Obwohl dies einen klaren Vorteil in Bezug auf Einfachheit und Schnelligkeit bietet, bedeutet es auch, dass das Mikrofon keine Software zur Anpassung der Equalization, keine Geräuschunterdrückung oder Konfiguration der Beleuchtung über das Betriebssystem enthält. Der Großteil dieser Funktionen lässt sich zwar mit Drittanbieter-Software nachrüsten, aber eine firmeneigene Lösung des Herstellers fehlt.

Was die Aufnahmequalität angeht, erfüllt es seine Aufgaben deutlich und zu einem moderaten Preis, der unter dem liegt, was Rivalen wie Elgato Wave bieten. Es ist zwar wahr, dass Produkte wie die von Elgato eine vollständige Integration in ihr Ökosystem, Peripherie und Software bieten; aber auf dem Niveau der Aufnahmequalität werden wir keine signifikanten Unterschiede zwischen ihnen feststellen.
Der Einsatz eines Mikrofon mit kardioider Richtcharakteristik konzentriert sich darauf, den Ton aus der Vorderseite aufzunehmen und Geräusche zu dämpfen, die sich von diesem Bereich nach außen hin ausbreiten. Das hat den klaren Vorteil für den vorgesehenen Zweck dieses Modells, nämlich ausschließlich die Stimme zu erfassen, wobei man einen senkrechten Winkel zum Mikrofon beibehalten und einen Abstand von etwa 15 bis 30 Zentimetern einhalten sollte. Wenn man sich näher heranbewegt, dominieren die Tiefen stärker als gewünscht.

Es handelt sich um ein Kondensatormikrofon mit Kardioid-Richtcharakteristik, das Audio mit 24 Bit und 192 Kilohertz erfassen kann – die höchste Auflösung der gesamten Solum-Reihe. Der Körper besteht vollständig aus Metall und sitzt auf einer schweren Basis mit einem integrierten Kanal, um das Kabel zu verstecken.
Der Pop-Filter funktioniert eindeutig; ohne ihn sind die sogenannten Plosivlaute beim Sprechen mit P oder B deutlich hörbar. Im Folgenden finden Sie zwei Aufnahmeproben mit und ohne Filter.
Geeknetic · ENDORFY SOLUM 2 PRO mit Pop-Filter
Geeknetic · ENDORFY SOLUM 2 PRO ohne Pop-Filter
Analyse und Fazit
Der ENDORFY Solum 2 Pro ist ein USB-C-Mikrofon, das direkt auf Streamer, Podcaster oder Nutzer abzielt, die qualitativ hochwertige Sprachaufnahme benötigen und ihre Stimme verbessern möchten, ohne sich mit Konfigurationen oder zusätzlicher Software zu belasten.
Das Design ist sehr sorgfältig gestaltet, es gibt eine hervorragende Verarbeitungsqualität, und die LEDs, die das Lautstärkenniveau und den Gerätestatus anzeigen, fügen sich perfekt in das Gesamtbild ein. Gleiches gilt für die eigene Lautstärkesteuerung und die integrierten Touch-Tasten. Die Halterung ist ebenfalls sehr praktisch, mit der Option, sie an Stative und andere Befestigungen zu montieren, aber auch mit eigenem Standfuß und Dämpfungssystem, um Vibrationen zu vermeiden.

Allerdings hat der plug-and-play-Ansatz sowohl Vor- als auch Nachteile. Es ist angenehm, keine Treiber installieren oder etwas einrichten zu müssen, um sofort mit der Aufnahme zu beginnen, aber es bedeutet auch, dass es keine Kalibrierung, kein Rauschunterdrückungstool oder Beleuchtungsmanagement über eine eigene Software gibt. Es gibt jedoch zahlreiche Programme von Drittanbietern, die dies ermöglichen, und sogar einige mit KI-gestützter Rauschunterdrückung auf der GPU, wie NVIDIA-Lösungen, weshalb dies für viele kein Problem darstellen dürfte.
Was den Klang betrifft, erfüllt das Mikrofon seinen Preisbereich deutlich und kann mit Lösungen zu deutlich höheren Preisen mithalten. Der Pop-Filter arbeitet ebenfalls bemerkenswert gut.
Für 80,94 Euro liegt der Solum 2 Pro deutlich unter Alternativen wie dem Elgato Wave, ohne dabei Qualität einzubüßen. Es ist eine sehr vernünftige Wahl für Anwender, die eine gute Sprachaufnahme und eine sauber integrierte physische Steuerung bevorzugen, ohne ein eigenes Software-Ökosystem dahinter zu benötigen. Wenn man ein qualitativ hochwertiges Mikrofon sucht, das sich mit der gewohnten Software und auf allen Arten von Geräten nutzen lässt, steht fest: ENDORFY hat mit diesem Solum 2 Pro ein exzellentes Produkt geschaffen.