Die Europäische Kommission hat TikTok und Meta vorgeworfen, gegen die strengen Transparenzgesetze der EU gemäß dem Digital Services Act (DSA) verstoßen zu haben. Die Behörde behauptet, dass die beiden beliebten Social-Media-Plattformen es Forschern erschwert hätten, auf öffentliche Daten zuzugreifen und es Nutzern erschwert hätten, illegale Inhalte zu melden oder Moderationsentscheidungen anzufechten. Beide Unternehmen werden hiermit in gerichtliche Obhut genommen.
TikTok und Meta stehen vor EU-Prüfung wegen Transparenzverstößen
Laut der vorläufigen Prüfung der Kommission haben TikTok und Meta komplizierte Schritte verhängt, die die Forscher daran hindern, die Funktionsweise ihrer jeweiligen Plattformen zu untersuchen. Die Beamten argumentierten auch, dass solche Barrieren sie daran hindern, die Nutzung der Plattformen, insbesondere durch Minderjährige, zu analysieren, und dass die Benutzer schädlichen und illegalen Materialien ausgesetzt seien.
Als Referenz schreibt die DSA vor, dass große Technologieunternehmen ihre Daten für qualifizierte Forscher leicht zugänglich machen müssen. Sowohl Meta als auch TikTok haben dies nicht geschafft. Die Regulierungsbehörden glauben, dass sie möglicherweise die Bemühungen untergraben, digitale Ökosysteme zur Rechenschaft zu ziehen. Sollten sich die Vorwürfe der Kommission vor Gericht als richtig erweisen, drohen den Unternehmen Strafzahlungen in Milliardenhöhe.
Beide Unternehmen könnten mit einem branchenweiten Dominoeffekt konfrontiert sein
Meta antwortete auf die Vorwürfe mit der Aussage, dass das Unternehmen seine Systeme bereits an DSA angepasst habe. Neue Berichtsoptionen und Datenzugriffstools wurden hinzugefügt. Ein offizieller Sprecher erklärte, dass das Unternehmen „ist mit keinem Vorschlag einverstanden” eines Verstoßes und setzt die Gespräche mit EU-Beamten fort. Darüber hinaus hat TikTok noch keine öffentliche Stellungnahme abgegeben, wird aber voraussichtlich bald eine formelle Antwort vorlegen.
Sollte die Kommission ihre Feststellungen bestätigen, könnte den Unternehmen eine Strafe von bis zu 6 % ihres Jahresumsatzes drohen. Mehrere andere Technologiegiganten, darunter Apple, haben zuvor Einwände gegen den Digital Services Act erhoben. Dennoch hielten sie sich an die Regel, und die endgültige Entscheidung könnte die Art und Weise verändern, wie diese Unternehmen weltweit mit Transparenz umgehen.