FCC untersucht Ausfall von AT&T, der 25.000 Notrufe blockierte

Oscar

Anfang des Jahres waren Millionen von Kunden aufgrund eines großen AT&T-Ausfalls stundenlang von der Kommunikation abgeschnitten. Die Situation verhinderte nicht nur normale Anrufe, sondern auch Notrufe. Nun enthüllt ein FCC-Bericht, dass während der Störung bei AT&T bis zu 25.000 Notrufe blockiert wurden.

Der Bericht stammt vom FCC Public Safety and Homeland Security Bureau. Insgesamt soll der Ausfall in den USA mehr als 92 Millionen Anrufe blockiert haben, darunter 25.000 Notrufe. Der Vorfall ereignete sich im Februar und überraschte viele.

Großer Ausfall bei AT&T im Februar verhinderte bis zu 25.000 Notrufe

Der Bericht zeigt, dass der Ausfall auf mehrere Faktoren zurückzuführen ist. Der Hauptgrund war jedoch die fehlgeschlagene Umsetzung einer Verbesserung der Netzwerkkapazität von AT&T. Leider trat während des Vorgangs ein Fehler bei der Gerätekonfiguration auf. Der Fehler löste den „Schutzmodus“ im Netzwerk des Netzbetreibers aus, was zur Trennung der Geräte vieler Kunden führte.

In den schlimmsten Fällen waren betroffene Benutzer mehr als 12 Stunden ohne Mobilfunkempfang. Der Ausfall beeinträchtigte sowohl die Möglichkeit zum Telefonieren/Senden von SMS als auch den mobilen Datendienst. Die korrekte Neukonfiguration der betroffenen Netzwerkausrüstung von AT&T dauerte etwa 2 Stunden. Allerdings versuchten alle getrennten Geräte massenhaft, sich erneut mit dem Netzwerk zu verbinden. Dies war einer der Gründe dafür, dass sich der Ausfall über viele Stunden verlängerte.

Fehler in den internen Protokollen von AT&T verlängerten den Ausfall

Neben der fehlerhaften Gerätekonfiguration weist der FCC-Bericht darauf hin, dass Probleme bei der Einhaltung der AT&T-Protokolle die Verlängerung des Ausfalls beeinflussten, der 25.000 Notrufe blockierte. So erwähnt die Behörde beispielsweise „eine mangelnde Einhaltung der internen Verfahren von AT&T Mobility, ein Fehlen von Peer-Reviews, unzureichende Tests nach der Installation, unzureichende Labortests, unzureichende Sicherheitsvorkehrungen und Kontrollen, um die Genehmigung von Änderungen sicherzustellen, die das Kernnetz betreffen“. Der Bericht nennt noch mehrere weitere Faktoren.

Derzeit untersucht die FCC die Situation, um mögliche Sanktionen gegen den Mobilfunkanbieter festzulegen. Das Büro für öffentliche Sicherheit und Heimatschutz hat den Vorfall an das FCC Enforcement Bureau weitergeleitet. In den kommenden Wochen dürften sich neue Entwicklungen ergeben. Angesichts der möglichen Situationen, die sich aus der Blockierung von 911-Anrufen für mehr als 12 Stunden ergeben können, könnten die Strafen schwerwiegend sein.