Google erzwingt endlich 64-Bit für alle Wear OS-Apps

Oscar

Es ist bereits bekannt, dass Googles Android TV und Google TV ab August dieses Jahres 64-Bit-App-Versionen erfordern werden. Jetzt geht eine andere Plattform den gleichen Weg: Wear OS. Google hat nun offiziell angekündigt, dass alle neuen Wear OS-Apps und App-Updates im Play Store zusätzlich zur bestehenden 32-Bit-Version auch eine 64-Bit-Version haben müssen.

Google benötigt 64-Bit-Apps für Wear OS

Ab dem 15. September 2026 müssen alle neuen Wear OS-Apps und App-Updates ebenfalls eine 64-Bit-Version haben. Den Entwicklern bleibt also noch etwas Zeit, die erforderlichen Änderungen vorzunehmen. Der Technologieriese weist darauf hin, dass Google Play nach Ablauf der Frist damit beginnen wird, das Hochladen nicht konformer Apps zu blockieren. Google stellt fest, dass die „überwiegende Mehrheit“ der Wear OS-Entwickler diesen Wandel bereits vollzogen hat und 64-Bit-kompatible Apps bereits verfügbar sind.

Für Smartwatches, die mit einer 32-Bit-Version von Wear OS ausgestattet sind, gibt Google unterdessen an, dass es keine Änderungen an seinen Richtlinien zur 32-Bit-Unterstützung vornimmt. Google Play wird „weiterhin Apps bereitstellen” auf vorhandene 32-Bit-Geräte. Dies ist eine faire Überlegung.

Wird weiterhin Apps für bestehende 32-Bit-Geräte bereitstellen

Die Anforderung von 64-Bit-App-Versionen neben 32-Bit-Versionen kann die Dinge für immer verändern. Dies kann letztendlich zu einer reinen 64-Bit-Anforderung führen. Zur Erinnerung: Google hat 2019 64-Bit-App-Versionen für Android vorgeschrieben, bevor Android 14 im Jahr 2024 auf eine reine 64-Bit-Architektur umgestellt hat. Daher wird es nicht ganz überraschend sein, wenn Wear OS in den kommenden Jahren die 32-Bit-Unterstützung einstellt.

Was auch immer es wert ist, Google behauptet, dass „64-Bit-Architekturen bieten Leistungsverbesserungen und eine Grundlage für zukünftige Innovationen.“ Diese Verschiebung dürfte offenbar auch die Sicherheit verbessern, da Funktionen wie Speicher-Tagging-Erweiterungen eine 64-Bit-Plattform erfordern. Außerdem ermöglicht ein 64-Bit-System, dass Smartwatches mehr als 4 GB RAM nutzen können. Das könnte in Zukunft nützlich sein.