Google macht einen Schritt in Richtung Transparenz im Zeitalter der künstlichen Intelligenz

Oscar

Google unternimmt Schritte, um eines der Hauptprobleme im KI-Zeitalter anzugehen. Die Verwendung manipulierter Bilder für böswillige Zwecke ist schon seit einiger Zeit auf dem Radar der Unternehmen. Nun unternimmt Google einen neuen Schritt in Richtung Transparenz beim Einsatz generativer KI.

Es gibt immer noch Menschen, die zögern, künstliche Intelligenz zur Bildgenerierung einzusetzen. Einige Künstler glauben beispielsweise, dass KI-gestützte Dienste ihre Werke ohne ihre Zustimmung aus dem Internet stehlen, während andere sich über den möglichen Missbrauch manipulierter Bilder Sorgen machen. Daher steht den großen Namen in diesem Segment eine anspruchsvolle Aufgabe bevor, die Öffentlichkeit zu überzeugen.

Googles verbessertes „Über dieses Bild“ soll mehr Transparenz über KI-generierte Bilder bringen

In diesem Zusammenhang implementiert Google Tools für mehr Transparenz hinsichtlich der Herkunft von Bildern, einschließlich derer, die von KI-Diensten generiert werden. Anfang des Jahres trat das Unternehmen dem Komitee Coalition for Content Provenance and Authenticity (C2PA) bei. Seitdem helfen sie bei der Entwicklung von Technologien, mit denen die „Spur“ von Bildern im Internet identifiziert werden kann. Nun liefert ein neuer Blogbeitrag des Unternehmens Updates.

In den kommenden Monaten werden die Google-Suchergebnisse eine verbesserte Funktion „Über dieses Bild“ erhalten. Das Unternehmen wird C2PA-Metadaten implementieren, um die Funktion leistungsfähiger zu machen. C2PA-Metadaten können angeben, ob ein Bild von KI stammt, bearbeitet wurde oder direkt von einer Kamera stammt. Die Funktion „Über dieses Bild“ konnte bereits KI-generierte Bildbeschriftungen anzeigen. Durch die Integration mit C2PA-Metadaten können jedoch mehr Informationen über den Ursprung des Bildes angezeigt werden.

Verbesserungen durch den C2PA-Standard

Falls Sie es nicht wissen: Der C2PA-Standard umfasst eine Reihe technischer Daten, die eine Spur zum Ursprung eines Bildes erstellen. Große Namen wie Google, Amazon, OpenAI, Microsoft, Adobe, Intel und Arm haben den Standard alle unterstützt. Die Implementierung in ihre wichtigsten Tools verlief jedoch etwas langsam. Googles Schritt könnte andere Unternehmen dazu inspirieren, in dieser Hinsicht Maßnahmen zu ergreifen.

Es gibt noch einige technische Einschränkungen bei der Massenimplementierung von C2PA-Metadaten. Auf der Kamera-Hardwareseite unterstützen derzeit nur wenige Leica- und Sony-Modelle diese. Nikon- und Canon-Kameras werden voraussichtlich in Zukunft ebenfalls kompatibel sein. Darüber hinaus gibt es noch keine Neuigkeiten zur Unterstützung auf Android- und iOS-Geräten. Auf der Softwareseite werden wichtige Bearbeitungswerkzeuge weiterhin nicht unterstützt. Beispielsweise unterstützen Adobe Photoshop und Lightroom C2PA-Standards, während andere wie Affinity Photo oder Gimp dies noch nicht tun. Außerdem können noch nicht alle sozialen Plattformen KI-generierte Beschriftungen anzeigen.

Insgesamt ist es nur eine Frage der Zeit, bis Standards und Gesetze für KI in großem Maßstab angenommen werden. LLMs haben die Welt im Sturm erobert und sich schneller entwickelt als Gesetzgeber und Normungsentwickler. Tatsächlich wurde Anfang August 2024 das erste EU-KI-Gesetz verabschiedet.