Googles KI-Tool zur Moderation monatlicher Meetings wird von Mitarbeitern kritisiert

Oscar

Da Google einer der Spitzenreiter im KI-Rennen ist, war es offensichtlich, dass die Technologie irgendwann ihren Weg in die Arbeitskultur des Unternehmens finden würde. Und genau das scheint nun zu passieren. Berichten zufolge hat Google ein neues KI-Tool eingeführt, um seine monatlichen All-Hands-Meetings zu moderieren. Einige Mitarbeiter sind darüber jedoch nicht glücklich.

Google führt neues KI-Tool „Ask“ zur Moderation monatlicher All-Hands-Meetings ein

Letzten Mittwoch berichtete Business Insider, dass Google kürzlich ein neues KI-Tool namens „Ask“ eingeführt hat, um die monatlichen internen All-Hands-Meetings zu moderieren, die „Thank God It’s Friday“ (auch bekannt als TGIF) heißen. Für die Uneingeweihten: Das neue KI-Tool „Ask“ fungiert als Vermittler zwischen den leitenden Angestellten und den Mitarbeitern von Google. Es fasst die von den Mitarbeitern eingereichten Anfragen zusammen und formuliert sie neu, bevor das Führungsteam sie prüft.

Bisher nutzten Google-Mitarbeiter ein Tool namens Dory, um Fragen an die obere Führungsebene, darunter auch den CEO des Unternehmens, Sundar Pichai, zu stellen und zu bewerten. Die Einführung des neuen KI-Tools hat jedoch den früheren Ansatz innerhalb der Arbeitskultur des Unternehmens verändert.

Ein Sprecher von Google gibt an, dass der neue Ansatz die Interaktion und das Engagement der Mitarbeiter bei den TGIF-Meetings verdoppelt hat. Dem Bericht zufolge stellten früher nur 1 % der Mitarbeiter bei den Meetings Fragen. Obwohl Google sagt, dass das neue KI-System von Vorteil ist, sind nicht viele Mitarbeiter damit zufrieden.

Mitarbeiter sind angeblich unzufrieden mit dem neuen KI-Tool

Einige Mitarbeiter gaben an, dass sie selten an den Besprechungen teilnehmen und dort Fragen stellen, da dies nun alles sinnlos sei. Anonyme Quellen bei Google deuten an, dass das neue KI-Tool den Ton der Fragen abmildert und sie weniger besorgniserregend macht, was es den Führungskräften ermöglicht hat, einige heikle Fragen recht einfach zu beantworten. Darüber hinaus hat es auch die Vorstellung von sinnvollen Gesprächen zwischen Mitarbeitern und dem Führungsteam beeinträchtigt.

Ein Google-Mitarbeiter erklärte anonym gegenüber Business Insider: „Sie versuchen nur, schädliche Zusammenhänge und Fragen vor einem größeren Publikum zu schützen.“ Ein anderer Mitarbeiter fügte Berichten zufolge hinzu: „Führungskräfte weichen bei TGIF schon seit Jahren Fragen aus oder geben sehr vage Antworten.“

Die meisten Branchenführer sehen in der KI zweifellos eine Technologie, die die Zukunft der Unternehmen neu gestalten kann. Allerdings kann sie die authentische Interaktion zwischen Führung und Mitarbeitern nicht ersetzen, zumindest derzeit nicht.