Ein neuer Bericht behauptet, dass sich die Markteinführung der Huawei Mate 70-Serie verzögert hat. Das Unternehmen sollte diese Geräte im Oktober ankündigen. Es scheint jedoch, dass wir noch etwas länger warten müssen, und der Grund dafür wäre HarmonyOS NEXT.
HarmonyOS NEXT ist Huaweis nächster großer Schritt im Bereich mobiler Software. Im Gegensatz zum aktuellen HarmonyOS verzichtet NEXT auf die APK-Unterstützung. Dies bedeutet, dass es nicht mit Android-Apps kompatibel ist und vollständig auf sein eigenes Software-Ökosystem setzt.
HarmonyOS NEXT der Huawei Mate 70-Serie benötigt mehr Entwicklungszeit
Die Huawei Mate 70-Serie soll die ersten Geräte mit vorinstalliertem HarmonyOS NEXT bringen. Es scheint jedoch, dass genau dies der Grund für die mögliche Verzögerung des Starts ist. Laut RODENT950 auf X/Twitter und Digital Chat Station auf Weibo benötigt Harmony OS 5 (NEXT) „mehr Entwicklungszeit“. Huawei hätte also noch Arbeit vor sich, um das neue Betriebssystem fertigzustellen.
Dem Bericht zufolge werden die neuen mobilen Flaggschiffe der Marke ankommen Mitte bis Ende des vierten Quartals 2024. Der für Oktober erwartete Start fiel jedenfalls bereits in diesen Zeitraum. Daher könnte sich die Huawei Mate 70-Serie bis November-Dezember verzögern.
Bisher gab es keine Neuigkeiten über mögliche Probleme bei der Entwicklung von HarmonyOS NEXT. Es ist jedoch bereits ein wichtiger Meilenstein, in nur wenigen Jahren ein völlig neues Betriebssystem entwickelt zu haben. Das ursprüngliche HarmonyOS mit AOSP-Kern entstand aus der Notwendigkeit von Huawei, sich nach der Einführung von Handelsbeschränkungen im Jahr 2019 schrittweise von der nordamerikanischen Technologie zu lösen.
Huawei treibt sein eigenes Software-Ökosystem voran
Derzeit soll HarmonyOS NEXT schätzungsweise 4.000 native Apps haben. Huawei hofft, diese Zahl in den kommenden Jahren auf 500.000 zu erhöhen. Was die Mate 70-Serie betrifft, haben die Leaks einige wichtige Verbesserungen in wichtigen Bereichen enthüllt. Die Geräte sollen einen potenten Kirin 9100-Chip, ein gebogenes LTPO-OLED-Display (1,5K) und eine OmniVision OV50K-Hauptkamera (1 Zoll) mit variabler Blende mitbringen.
Schließlich scheint Huawei bei der Herstellung des neuen Kirin-Flaggschiff-Chips Probleme gehabt zu haben. Ursprünglich war geplant, dass das 5-nm-Verfahren von SMIC zum Einsatz kommt. Die SMIC-Wafer waren jedoch nicht auf dem neuesten Stand, was zu niedrigen Ausbeuteraten führte, sodass der Kirin 9100 auf das 7-nm-Verfahren zurückgreifen würde. Allerdings würde für die Produktion die N+3-Variante verwendet, sodass die Transistordichte höher sein wird als bei anderen 7-nm-Kirin-Chips (wie dem 9010 der Huawei Pura 70-Serie).