iPhone-Nutzer in der EU können Standard-Apps ändern

Oscar

Apple wird iPhone-Nutzern in der EU bald die Möglichkeit geben, ihr Standardtelefon, ihre Messaging-Apps und andere Apps zu ändern. Die Änderungen werden voraussichtlich nicht noch in diesem Jahr stattfinden, könnten aber erhebliche Auswirkungen haben.

iPhones in der EU könnten bald unterschiedliche Apps für Messaging und andere Standardfunktionen haben

Apple hat es iPhone-Nutzern ausdrücklich untersagt, für Standardfunktionen und -features auf andere Apps umzusteigen. Mit anderen Worten: iPhone-Nutzer müssen sich zum Telefonieren und Tippen auf iMessage und andere Standard-Apps verlassen.

Apple iPhone-Nutzer in der EU können jedoch verschiedene Apps als Standard- oder System-Apps festlegen. Ein neuer Abschnitt „Standard-Apps“ auf der Haupteinstellungsseite des iPhone ermöglicht die Festlegung von Drittanbieter-Apps zum Tippen, Anrufen und Austauschen von Nachrichten auf einem iPhone.

Apple hat offiziell bestätigt, dass es den neuen Abschnitt „Standard-Apps“ hinzufügt. Darüber hinaus wird der neue Abschnitt auch auf Apple iPads erscheinen.

Fast alle standardmäßigen Apple-Apps könnten durch Alternativen von Drittanbietern ersetzt werden. Konkret hat Apple angedeutet, dass es Benutzern auch ermöglichen wird, standardmäßige Navigations- und Übersetzungs-Apps zu ersetzen und Anruf-Spamfilter von Drittanbietern sowie Tastatur- und Passwortverwaltungs-Apps zu verwenden.

Pop-ups informieren Nutzer über alternative Apps

Apple iOS zeigt ein Popup an, wenn ein Benutzer Safari zum ersten Mal auf seinem iPhone öffnet. Dieses Popup soll iPhone-Benutzer in der EU darüber informieren, dass sie alternative Browser wie Firefox, Chrome oder DuckDuckGo installieren können.

Apple hat iPhone-Nutzer bisher darauf bestanden, den Safari-Webbrowser zu verwenden, da dieser sicher und zuverlässig sei. Bald jedoch wird Apple iPhone-Nutzer in der EU auffordern, die gesamte Liste der Standardbrowser durchzublättern, bevor sie eine Option auswählen.

iPhones in der EU werden auf dem Auswahlbildschirm auch die App Store-Beschriftung des Browsers anzeigen. Apple muss möglicherweise auch mehr Daten über die Leistung des „Auswahlbildschirms“ an Drittanbieter von Browser-Apps weitergeben.

Apple erlaubt iPhone-Nutzern in der EU derzeit, Webbrowser, E-Mail-Apps und App Store-Alternativen von Drittanbietern zu verwenden. In Zukunft wird Apple jedoch Berichten zufolge die Möglichkeit hinzufügen, die Apps App Store, Nachrichten, Kamera, Fotos und Safari zu löschen. iPhone-Nutzer in der EU können die Telefon- und Einstellungs-Apps nicht löschen, aber sie können Zahlungs-Apps von Drittanbietern mit dem NFC des Geräts verwenden.