Die Technologiebranche scheint entschieden zu haben, dass KI-gestützte Entwicklungen die Zukunft sind. Wesentliche Effizienzsteigerungen und Prozessautomatisierung trugen zur schnellen Etablierung dieses Ansatzes bei. Ein Teil des neuen Weges der Branche besteht darin, zu versuchen, die Implementierung von KI in allen möglichen Segmenten voranzutreiben. Derzeit zahlen Microsoft und OpenAI Millionen von Dollar an Medienunternehmen für die Implementierung von KI-Tools.
Microsoft und OpenAI zahlen bis zu 10 Millionen US-Dollar an Medienunternehmen für den Einsatz von KI-Tools
Künstliche Intelligenz kann für den Journalismusbereich sehr praktisch sein. Es ist besonders effizient bei Aufgaben wie dem Zusammenfassen oder Transkribieren von Inhalten, um nur einige Beispiele zu nennen. Es funktioniert auch effektiv bei bestimmten Korrekturlesediensten und verbessert die Qualität Ihres Schreibens. Um dies zu veranschaulichen, zielt das Projekt von Microsoft und OpenAI darauf ab, Nachrichtenredaktionen Zugang zu dieser Erfahrung zu ermöglichen und gleichzeitig Fördermittel zu erhalten.
Microsoft wird das Projekt in Runden durchführen und in jeder Runde einige Filialen auswählen. Die erste Runde des Programms wird Newsday, The Minnesota Star Tribune, The Philadelphia Inquirer, Chicago Public Media und The Seattle Times finanziell unterstützen. Die 10 Millionen US-Dollar verteilen sich auf 2,5 Millionen US-Dollar in bar und jeweils 2,5 Millionen US-Dollar an „Software- und Unternehmenskrediten“ von Microsoft und OpenAI.
Das Programm beinhaltet die Einstellung eines Praktikanten für einen Zeitraum von zwei Jahren. Der Stipendiat wird KI-gestützte Tools mithilfe von Microsoft Azure- und OpenAI-Credits im Medienunternehmen bereitstellen. Die Tools sind nicht dazu gedacht, Autoren oder Forscher zu ersetzen. Vielmehr geht es im Projekt darum, Werkzeuge zu entwickeln, die sie unterstützen und ihre Effizienz steigern.
„Obwohl nichts die zentrale Rolle von Reportern ersetzen wird, glauben wir, dass KI-Technologie bei der Recherche, Untersuchung, Verbreitung und Monetarisierung von wichtigem Journalismus helfen kann“, sagte Tom Rubin, Leiter für geistiges Eigentum und Inhalte bei OpenAI. Neben letzterem und Microsoft ist das Lenfest-Institut für Journalismus eine treibende Kraft hinter dem Projekt.
Urheberrechtsklagen sind noch anhängig
Insbesondere Microsoft und OpenAI sehen sich derzeit mit Klagen wegen Urheberrechten an Inhalten konfrontiert, die zum Trainieren von KI-Modellen verwendet werden. Die Unternehmen haben bereits Vereinbarungen mit einigen großen Plattformen getroffen, beispielsweise mit Vox Media. Allerdings gibt es immer noch eine Liste großer Namen, die eine Entschädigung verlangen, die sie für die Nutzung ihrer Inhalte als angemessen erachten. Die Liste umfasst „The New York Times, The Intercept, Raw Story, AlterNet, das Center for Investigative Reporting und Alden Global Capital, den Hedgefonds hinter den New York Daily News und der Chicago Tribune“, wie The Verge berichtet.