Netflix hat die Google Cast-Unterstützung Ende letzten Jahres eingestellt. Die Funktion ermöglichte es Benutzern, wie der Name schon sagt, Inhalte von ihren Telefonen auf ihre Fernseher und TV-Streaming-Geräte zu übertragen. Der Grund für die Entscheidung war damals, als es verschwand, nicht sofort klar. Doch ein neuer Bericht wirft nun Licht auf den möglichen Grund, warum Netflix die Google Cast-Unterstützung eingestellt hat.
Netflix hat die Google Cast-Unterstützung eingestellt, weil niemand mehr gecastet hat
Laut einem Bericht von Janko Roettgers von Lowpass (via Der Rand) ist die Popularität des Castings zurückgegangen. Obwohl es Google gelang, vor der Einführung seines Ersatz-TV-Streamers im Jahr 2024 mehr als 100 Millionen Geräte der Marke Chromecast zu verkaufen, schwindet die Gewohnheit, Inhalte vom Telefon auf den Fernseher zu streamen. In dem Bericht heißt es, dass ein Streaming-Dienstanbieter Roettgers auf der CES mitteilte, dass nur noch 10 % der Android-Nutzer den Casting-Dienst nutzen. Dies stellt einen deutlichen Rückgang gegenüber dem Höchststand Mitte der 2010er Jahre dar.
Um auf den Grund zurückzukommen, warum Netflix die Google Cast-Unterstützung eingestellt hat, ist genau das passiert. Das Streamen von Inhalten ist jetzt bequemer denn je. Sowohl Smart-TVs als auch Set-Top-Boxen verfügen über eine verbesserte Benutzeroberfläche und das Erlebnis war reibungslos. So sehr, dass das Casting uralt wird.
Wenn man die allgemeine Praxis bedenkt, durch unzählige Streaming-Apps zu stolpern, um etwas zum Anschauen zu finden, macht es nur Sinn, dass ein eingeschränkterer, individueller Casting-Dienst seltener geworden ist.
Die Netflix-App ist auf den meisten Geräten verfügbar
Obwohl Netflix nicht ausdrücklich als Grund angibt, dass „niemand es verwendet hat“, scheint dies der Hauptgrund dafür zu sein, dass die Google Cast-Unterstützung nicht mehr verfügbar ist. Roettgers weist auf andere Möglichkeiten hin, beispielsweise einen größeren Fokus von Netflix auf die interaktivere Nutzung von Smartphones, etwa als Controller in Partyspielen im Jackbox-Stil. Da die Netflix-App auf jedem Gerät verfügbar ist, stellt sich die Frage: Warum soll Cast nur für einen kleinen Teil der alten Benutzer beibehalten werden?
Roettgers befasst sich auch mit der möglichen Zukunft des Castings. Dazu gehören die Bemühungen des offenen Matter Casting-Protokolls der Connectivity Standard Alliance. Allerdings läuft es nicht reibungslos, da die Geräteunterstützung auf einige wenige Amazon-Produkte beschränkt ist. Sogar AV-Fans sind verwirrt über das standardmäßige Matter-Branding auf Fernsehgeräten, die mit Ihrem Smart Home interagieren können. Dies ist nicht dasselbe wie Matter Casting. Die Verpackung trägt nicht zur Unterscheidung bei.
Auch wenn das Casting vielleicht nicht aussterben wird, hat es doch an Bedeutung verloren. Wenn Sie immer noch am Casting interessiert sind, sollten Sie sich besser nach Alternativen umsehen, um Streaming-Unterhaltung nachzuholen.