Das zu Amazon gehörende Unternehmen Ring steht diese Woche unter Beschuss von Nutzern, weil es Berichten zufolge verdächtigt wird, den Zugriff auf seine Kameras mit ICE, auch bekannt als Immigration and Customs Enforcement, geteilt zu haben. Die Behauptungen stammen von Nutzern in sozialen Medien, die dazu aufrufen, ihre Ring-Kameras zu zerstören und/oder abzunehmen, und behaupten, dass Ring den Zugriff auf Videos mit ICE teilt. Die Behauptungen scheinen aufgrund der Partnerschaft von Ring mit Flock, einem Unternehmen für KI-gestützte Überwachungskameras, aufgetaucht zu sein.
Flock hat ICE offenbar schon früher Zugang zu seinen Videos gewährt. Laut einem Bericht von 404 Media wurden die Nachforschungen tatsächlich von Seiten der örtlichen und staatlichen Polizei durchgeführt. Wer hat die Abfragen im System entweder als „informeller Gefallen“ oder auf Wunsch der Bundesregierung durchgeführt? Daher scheint die Annahme zu bestehen, dass Ring aufgrund der Zusammenarbeit von Flock mit der Bundesregierung bei früheren Gelegenheiten und der Partnerschaft von Ring mit Flock ebenfalls Zugriff gewährt.
Ring besteht darauf, dass es keine Partnerschaft mit ICE hat und ICE keinen Back-End-Zugriff gewährt
Laut Yassi Yarger, einem Sprecher von Ring, der diese Woche mit The Verge sprach, unterhält Ring keine Partnerschaft mit ICE und teilt keine Videos mit der Agentur und gewährt ihr keinen Zugriff auf die Back-End-Systeme. Darüber hinaus macht Yarger darauf aufmerksam, dass die Integration mit Flock im Rahmen seiner Partnerschaft derzeit noch nicht einmal live ist. Das bedeutet, dass Flock keinen Zugriff auf Back-End-Systeme hätte und daher keine Daten an Regierungsbehörden weitergeben könnte.
Ring gibt außerdem an, dass die Integration nur für die lokale öffentliche Sicherheit gedacht ist. Dies gilt Berichten zufolge für Stadt- und Kreisorganisationen. Allerdings kann die örtliche Polizei unter diese Organisationen fallen. Es ist also nicht klar, ob etwas vorhanden ist, das verhindert, dass die örtliche Polizei auf das System zugreift und das Filmmaterial dann an die Bundesregierung weitergibt, wie dies bei den Systemen von Flock der Fall ist.
Während ICE Möglichkeiten gefunden hat, auf das Filmmaterial dieser Systeme zuzugreifen, haben Benutzer Möglichkeiten gefunden, andere Bürger in ihrer Nähe mithilfe von Tracking-Apps auf aktuelle oder letzte bekannte ICE-Sichtungen aufmerksam zu machen. Diese tauchten letztes Jahr auf, bevor sie offline geschaltet wurden. Erst diese Woche sind neue im Play Store und App Store aufgetaucht.