Russland verhängt eine Geldstrafe von 298.000 US-Dollar gegen Google wegen VPN-Werbung im Play Store

Oscar

Google hat erneut eine Geldstrafe verhängt. Diesmal verurteilte das Moskauer Bezirksgericht Taganksy Google zu einer Geldstrafe von 22,8 Millionen Rubel (rund 298.000 US-Dollar) wegen angeblicher Werbung für VPN-Dienste über den Play Store. Das Bußgeld basiert möglicherweise auf einem Gesetz, das im März 2024 eingeführt wurde. Dieses Gesetz verbietet die Weitergabe von Informationen über Tools wie VPN, die zur Umgehung staatlicher Internetbeschränkungen eingesetzt werden.

TASS, eine staatliche Nachrichtenagentur, berichtet, dass das Moskauer Gericht Google für schuldig befunden hat, den Zugriff auf VPN-Anwendungen im Google Play Store nicht eingeschränkt zu haben. Berichten zufolge waren bei der Anhörung keine Google-Vertreter anwesend. Die Regulierungsbehörde Roskomnadzor legte Beweise für sechs spezifische Werbeanzeigen vor, die Benutzer zum Herunterladen von VPNs ermutigten.

Darüber hinaus stellt die Agentur fest, dass Google frühere Anordnungen zur Entfernung des Inhalts ignoriert hat. Seit der Einführung des Gesetzes im Jahr 2024 fordert Russland wiederholt, dass westliche Technologiefirmen VPN-Dienste aus ihren App-Stores entfernen.

Der Technologieriese hat frühere Bestellungen ignoriert

Apple hat seinerseits auf Anfrage von Roskomnadzor seit Juli 2024 rund 60 VPN-Anwendungen entfernt. Auf der Liste stehen beliebte Namen wie Amnezia VPN. Daten aus dem Jahr 2025 zeigen Berichten zufolge, dass fast 100 VPN-Apps im russischen App Store derzeit nicht verfügbar sind. Im Gegensatz dazu ist Google dieser Aufforderung nicht nachgekommen und hat sich in der Vergangenheit immer noch gegen diese Sperrungsanfragen gewehrt.

Die jüngste Geldbuße gegen Google deutet darauf hin, dass Russland seine Kampagne gegen VPNs eskaliert. Die Regierung hat 2,27 Milliarden Rubel (rund 29 Millionen US-Dollar) in die Entwicklung eines KI-gesteuerten Verkehrsfiltersystems investiert. Dies dient dazu, VPN-Protokolle automatisch zu erkennen und zu blockieren. Das Vorgehen steht im Einklang mit umfassenderen Beschränkungen auf Plattformen wie WhatsApp, Telegram und YouTube.

Während die Regierung ihren digitalen Zugriff verschärft, werden VPNs zu einem wichtigen, aber zunehmend bedrohten Werkzeug für Russen, die versuchen, auf das globale Internet zuzugreifen.