Samsung ist eines der wenigen Unternehmen weltweit, das weitgehend selbstständig ist. Das Unternehmen stellt viele Komponenten selbst her. Die Rede ist von Speicherchips und Halbleitern. Sie haben sogar Fabriken, die anderen bei der Herstellung von Halbleitern helfen. Jetzt geht Samsung mit dem Bau einer KI-Megafabrik mithilfe von NVIDIA auf die nächste Stufe.
Lernen Sie Samsungs KI-Megafabrik kennen
Die Anlage wird mehr als 50.000 NVIDIA-GPUs in den Produktionsbetrieben von Samsung einsetzen. Außerdem wird KI in jeden Schritt des Prozesses integriert. Dazu gehören Halbleiterdesign, Verarbeitung, Gerätebetrieb und Qualitätskontrolle. Ziel ist es, die Chipproduktion durch Echtzeitanalyse und -optimierung schneller, intelligenter und effizienter zu machen.
Die Samsung AI Megafactory wird die Omniverse-Plattform von NVIDIA nutzen, um digitale Zwillinge ihrer Anlagen zu erstellen. Für diejenigen, die mit dem Konzept digitaler Zwillinge nicht vertraut sind: Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um virtuelle Nachbildungen physischer Fabriken. Durch die Erstellung einer virtuellen Nachbildung kann Samsung Änderungen simulieren und testen, bevor sie im realen Leben umgesetzt werden. Dies hilft bei der vorausschauenden Wartung, beim frühzeitigen Erkennen von Problemen und bei der effektiveren Planung von Abläufen.
Samsung arbeitet neben Partnern wie Synopsys und Cadence auch mit NVIDIA an GPU-beschleunigten Chip-Design-Tools zusammen. Diese Tools beschleunigen den Designprozess erheblich, wobei die Leistung der Computerlithografie durch die Verwendung der cuLitho-Bibliothek von NVIDIA um das 20-fache gesteigert wird. Kürzere Entwicklungszyklen bedeuten, dass bessere Chips schneller auf den Markt kommen.
Mehr als nur Chips
Die Partnerschaft geht über die Halbleiterfertigung hinaus. Samsung wird die RTX PRO 6000 Blackwell Server-GPUs von NVIDIA verwenden, um intelligente Robotik in der Produktion mobiler Geräte voranzutreiben. Dies wird dazu beitragen, KI-Schlussfolgerungen in Echtzeit zu ermöglichen und die Aufgabenausführung zu automatisieren.
Beide Unternehmen treiben außerdem die AI-RAN-Technologie voran, die KI in Mobilfunknetze integriert. Dies ist von entscheidender Bedeutung für die nächste Generation von KI-gestützten Robotern, Drohnen und Industriemaschinen, die Echtzeitverarbeitung am Netzwerkrand benötigen.
Während Samsung im Halbleiterbereich nicht den gleichen Ruf genießt wie TSMC, könnte der Einsatz von KI helfen, den Herstellungsprozess intelligenter und effizienter zu gestalten. Das Unternehmen hatte typischerweise mit seinen Erträgen zu kämpfen. Dies hat dazu geführt, dass sich Unternehmen wie Qualcomm für die Chipproduktion an TSMC wenden. Vielleicht gelingt es Samsung mit dem Einsatz von KI endlich, die Dinge zu ändern.