Verkauf von Kaspersky-Produkten in den USA verboten, Verbindungen zu Russland angeführt

Oscar

Die Produkte des Cybersicherheits- und Antivirensoftwareanbieters Kaspersky sind in den USA nun verboten. Am Donnerstag kündigte die Biden-Regierung Pläne an, den Verkauf der Antivirensoftware von Kaspersky zu stoppen. Es ist bemerkenswert, dass die Behörde den Verkauf eines Cybersicherheitstechnologieunternehmens im Land erstmals vollständig verboten hat. Die Regierung hat darauf hingewiesen, dass der Einfluss Russlands auf Kaspersky ein erhebliches Sicherheitsrisiko für das Land darstellt.

Das Verbot von Kaspersky-Produkten in den USA tritt am 20. Juli in Kraft

Der Verkauf von Kaspersky-Produkten wird in den USA ab dem 20. Juli verboten. Das bedeutet, dass Kaspersky-Produkte ab nächsten Monat nicht mehr in den Läden erhältlich sein werden. Außerdem darf das Unternehmen seine Produkte nicht mehr über Online-Marktplätze verkaufen.

Das Verbot endet hier nicht, denn auch alle Produkte von Drittanbietern, die Kaspersky-Dienste nutzen, werden im Land verboten. Laut Reuters tritt das vollständige Verbot am 29. September 2024 in Kraft. Ab diesem Datum verbietet die neue Entscheidung auch das Herunterladen von Software-Updates, den Weiterverkauf und die Lizenzierung aller Kaspersky-Produkte.

Allerdings hat die Regierung bestehenden Kaspersky-Kunden und Unternehmen eine Frist von 100 Tagen eingeräumt, um nach brauchbaren Alternativen für ihre Computer zu suchen. Bemerkenswert ist, dass die Biden-Regierung Kaspersky und zwei ihrer anderen Einheiten auch auf eine Handelsbeschränkungsliste im Land gesetzt hat.

Kaspersky prüft rechtliche Schritte zur Fortführung seines Betriebs

In einer E-Mail an Reuters kündigte Kaspersky an, dass man rechtliche Schritte einleiten werde, um den Betrieb fortzusetzen. Kaspersky sagte, man glaube, die Entscheidung der USA beruhe „eher auf dem gegenwärtigen geopolitischen Klima und theoretischen Bedenken als auf einer umfassenden Bewertung der Integrität der Produkte und Dienstleistungen von Kaspersky“.

Zuvor hatte das Unternehmen bereits erklärt, dass es sich um ein privat geführtes Unternehmen ohne Verbindungen zur russischen Regierung handele.

Es ist erwähnenswert, dass Kaspersky seit 2017 im Fadenkreuz der Regulierungsbehörden steht. Der Verkauf von Kaspersky-Produkten wurde 2017 ebenfalls wegen Spionagebedenken verboten. Darüber hinaus hat die FCC Kaspersky 2022 auf die Liste der Unternehmen gesetzt, die ein nationales Sicherheitsrisiko darstellen.