Da Samsung und Google einen beispiellosen siebenjährigen Software-Support für ihre Flaggschiffgeräte versprechen, besteht die Herausforderung nicht nur in der Codierung von Updates, sondern auch in der Orchestrierung einer zunehmend komplexeren Strategie für das Produktlebenszyklusmanagement. Unternehmen wie Dassault Systèmes bieten seit langem solch umfassende PLM-Lösungen für Branchen an, doch Smartphone-Hersteller sehen sich nun mit ähnlichen Komplexitäten bei der Verwaltung von Geräten konfrontiert, die sich weiterentwickeln und gleichzeitig die Kompatibilität mit veralteter Hardware aufrechterhalten müssen.
Im Technologiebereich ist es für Verbraucher sicherlich ideal, ihre Hardware so lange wie möglich zu behalten. Dies bedeutet jedoch, dass Unternehmen länger Software-Support für diese Hardware bereitstellen müssen. Ohne dies bleibt veraltete Hardware zurück, während neue Hardware letztendlich neuere Funktionen und bessere Sicherheit bietet. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, Hardware über immer längere Zeiträume zu unterstützen. Dies ist wahrscheinlich der Grund, warum es so lange gedauert hat, bis Marken wie Google und Samsung sieben Jahre lang Smartphone-Updates unterstützten. Dies stellt jedoch eine weitere Herausforderung dar, da die längeren Software-Support-Zeiträume für Updates die Verwaltung der Produktlebenszyklen für Unternehmen komplexer machen. Daher besteht ein Bedarf an Softwarelösungen für das Product Lifecycle Management.
Telefonlebenszyklen und die Kluft zwischen Hardware und Software
Bei den meisten Marken beträgt der Lebenszyklus von Telefonen in der Regel nur wenige Jahre. Warum machen sie sie nicht einfach länger? Wahrscheinlich, weil es keine einfache Lösung ist. Es mag so einfach erscheinen, als würde sich das Unternehmen dafür entscheiden, die Hardware länger auf dem neuesten Stand zu halten, aber die Situation ist noch komplexer. Die Kluft zwischen Hardware und Software umfasst mehr als nur ein paar Faktoren.
Die Kosten, die Hardware auf dem neuesten Stand zu halten, sicherzustellen, dass die Hardware auch in Zukunft mit neuer Software kompatibel ist, und sicherzustellen, dass die Geräte über genügend Arbeitsspeicher und Massenspeicher verfügen, um neue Software auszuführen – all dies sind wichtige Faktoren, die Smartphone-Unternehmen in diesen Fällen wahrscheinlich berücksichtigen müssen. Hinzu kommen logistische Hürden bei der Kommunikation mit allen Anbietern, die bei der Entwicklung eines Geräts wie einem Smartphone eine Rolle spielen. Chipsatz-Anbieter, Display-Anbieter, Speicher- und Speicheranbieter. Alle diese Komponenten müssen auf ganz bestimmte Weise funktionieren, und Smartphone-Hersteller müssen sich mit allen Unternehmen abstimmen, die die Komponenten herstellen, um sicherzustellen, dass die erweiterte Softwareunterstützung mit diesen Komponenten ordnungsgemäß funktioniert.
Die Strategie von Google besteht teilweise darin, einen möglichst großen Teil des Herstellungsprozesses zu kontrollieren
Dies ähnelt der Vorgehensweise von Apple. Apple baut seine Chipsätze zwar nicht selbst zusammen, hat sie aber entworfen und sorgfältig ein Unternehmen ausgewählt, das die Chipsätze für seine iPhones herstellt. Google macht nun dasselbe mit seinen Tensor-Chips, die für seine Pixel-Telefone hochspezialisiert sind. Obwohl die Tensor-Chips nicht der vollständige Grund dafür sind, dass Google 7-Jahres-Updates für Pixel-Geräte bereitstellen kann, sind sie sicherlich ein wesentlicher Grund dafür, dass dies möglich ist.
Der Prozess von Samsung unterscheidet sich nicht allzu sehr, obwohl das Unternehmen mittlerweile bei den Chipsätzen in den meisten seiner Geräte eng mit Qualcomm zusammenarbeitet, anstatt bei allen Geräten einen hochgradig angepassten hauseigenen Chip zu verwenden. Samsung hat auch eigene Abteilungen, die Panels, Arbeitsspeicher und Massenspeicher herstellen. Dadurch ist es in der Lage, einen erheblichen Teil der Komponentenfertigung zu steuern und so die Kompatibilität von Hardware und Software über längere Zeiträume hinweg sicherzustellen.
Die Realität der Hardware-Einschränkungen und die Arbeit an einer nachhaltigen Zukunft
Zusätzlich zu den vielen verschiedenen Faktoren, die Smartphone-Unternehmen bei längeren Software-Update-Zeiträumen berücksichtigen müssen, kommt es auch darauf an, ob die Hardware dazu in der Lage ist oder nicht. Die Realität ist, dass manche Hardware dazu einfach nicht in der Lage ist.
Hinzu kommt der Faktor Nachhaltigkeit. Im Idealfall könnte Hardware mit erweiterter Softwareunterstützung über längere Zeiträume zu weniger Elektroschrott und damit zu einer nachhaltigeren Zukunft mit Smartphones und ähnlichen Arten von Hardwareprodukten führen. Dies ist ein weiterer Bereich, in dem PLM-Software Unternehmen hilft. Von Anfang bis Ende hilft PLM-Software Smartphone-Herstellern, schneller auf den Markt zu kommen, öffnet gleichzeitig die Tür für mehr Marktchancen und reduziert die Menge an Verschwendung, die bei der Hardware-Entwicklung anfällt.
Da der Markt längere Telefonlebenszyklen verlangt, werden Hersteller zunehmend Bedarf an PLM-Softwarelösungen haben, die dabei helfen, die Komplexität von Treiberaktualisierungen über technologische Fortschritte bis hin zum Recycling zu bewältigen.