Xiaomi hat angekündigt, im Jahr 2025 einen eigenen 3-nm-Chip auf den Markt zu bringen

Oscar

Die überwiegende Mehrheit der Smartphone-Hersteller verlässt sich auf von Drittanbietern entwickelte Chipsätze. Nur wenige Auserwählte wie Samsung, Apple, Huawei und Google haben es geschafft, hauseigene Chipsätze in ihren Geräten zu verwenden. Vor einigen Jahren versuchte Xiaomi, dasselbe zu tun, gab das Projekt jedoch auf, nachdem nur ein Modell veröffentlicht worden war. Aktuelle Berichte deuten nun darauf hin, dass Xiaomi an der Wiederaufnahme des hauseigenen Chipdesigns arbeitet, einschließlich eines 3-nm-Chips, der für 2025 angestrebt wird.

Xiaomi könnte im Jahr 2025 mit einer mobilen 3-nm-Hardwareplattform zum Chipdesign zurückkehren

Im Jahr 2017 brachte Xiaomi seinen ersten mobilen Chip unter dem Namen Surge S1 auf den Markt. Es handelte sich um einen 28-nm-Chipsatz der Mittelklasse, der damals mit Konkurrenten wie dem Snapdragon 626 konkurrierte. Das Unternehmen integrierte es in das Xiaomi Mi 5C, das günstigste Modell der Xiaomi Mi 5-Reihe. Aus dem einen oder anderen Grund kehrte das Unternehmen jedoch für die Prozessoren seiner Telefone zu Drittanbietern zurück und tut dies auch seitdem.

Allerdings heißt es in einem DigiTimes-Bericht, Xiaomi habe die Entwicklung eines 3-nm-Chips bereits abgeschlossen und werde ihn irgendwann im Jahr 2025 ankündigen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich der chinesische Riese für die Produktion des angeblichen SoC an TSMC wenden wird. Schließlich sind 3-nm-Wafer für Samsung Foundry besonders problematisch. Andererseits hat es das chinesische Unternehmen SMIC noch nicht einmal geschafft, den 5-nm-Herstellungsprozess in seinen Fabriken einzurichten, was Huawei möglicherweise dazu zwingt, bei zukünftigen Chips auf 7 nm zu setzen.

Das Unternehmen könnte auch an einem 4-nm-Chip arbeiten

In einem Bericht vom August wurde behauptet, dass Xiaomi plant, im ersten Halbjahr 2025 einen 4-nm-SoC auf den Markt zu bringen. Er könnte den N4P-Herstellungsprozess von TSMC nutzen und über eine Leistung verfügen, die der des Snapdragon 8 Gen 1 entspricht. Daher verfügt das Unternehmen möglicherweise über zwei proprietäre mobile Hardwareplattformen, die für die Produktion bereit sind .

Die erfolgreiche Entwicklung eines hauseigenen Chips ist ein technischer Durchbruch, der eine hohe Anfangsinvestition erfordert, sich aber auf lange Sicht auszahlt. Tensor- und Exynos-Chips von Unternehmen wie Samsung und Google kosten in der Stückliste ihrer Produkte etwa 80 bis 100 US-Dollar pro Einheit. Berichten zufolge kostet der neueste Snapdragon 8 Elite jedoch rund 200 US-Dollar. Daher erhöht sich die Gewinnspanne pro Einheit erheblich, wenn ein Unternehmen einen eigenen Chip entwickelt. OPPO soll ebenfalls einen hauseigenen Chip entwickeln, weitere Neuigkeiten zu diesem Thema liegen jedoch nicht vor.