OpenAI ist als Treuhandfonds-Kind der KI-Welt bekannt und erhielt von Microsoft satte 13 Milliarden US-Dollar, um auf die Beine zu kommen. Nun, es ist nicht das einzige KI-Startup, das Geld von größeren Unternehmen erhält. Auch Anthropic, der Hersteller von Claude, erhielt einige massive Investitionen von Wohltätern. Nun, Großbritannien prüft Alphabet und seine große Investition in Anthropic.
Große Unternehmen waren etwas zu voreilig, als sie in KI-Startups investierten. Kurz nach dem Start von ChatGPT unterzeichnete Microsoft einen gewaltigen Scheck über 10 Milliarden US-Dollar für das Unternehmen, und zwar nach einem ersten Scheck über 1 Milliarde US-Dollar einige Jahre zuvor. Obwohl dies äußerst hilfreich ist, könnte es für Regulierungsbehörden in verschiedenen Ländern ein Warnsignal sein.
Microsoft ist bezüglich dieser massiven Investition in OpenAI auf dünnem Eis, da einige Aufsichtsbehörden das Team untersuchen, um festzustellen, ob es gegen den fairen Wettbewerb verstößt.
Das Vereinigte Königreich prüft die massive Investition, die Alphabet in Anthropic getätigt hat
13 Milliarden US-Dollar sind riesig, aber wir sollten die kleineren Investitionen nicht außer Acht lassen. Alphabet, das Unternehmen, dem Google gehört, investierte insgesamt 2,3 Milliarden US-Dollar in Anthropic. Das war jedoch nicht alles auf einmal. Letztes Jahr investierte Alphabet 300 Millionen US-Dollar in Anthropic und fügte im selben Jahr noch 2 Milliarden US-Dollar hinzu.
Die Frage ist, ob diese großzügige Investition dem in Kalifornien ansässigen Startup einen unfairen Vorteil gegenüber anderen Unternehmen verschafft. Die meisten anderen Unternehmen würden 2 Milliarden US-Dollar zahlen, um durchstarten zu können. Die britische Wettbewerbs- und Marktaufsichtsbehörde (CMA) prüft diese Investition nun, um diese Frage zu beantworten.
Obwohl sowohl Alphabet als auch Anthropic ihren Sitz in den USA haben, haben ihre Produkte immer noch Einfluss darauf, was mit britischen Bürgern passiert. Es sind also 2¢ Gewicht. Die CMA verfolgt einen zweistufigen Ansatz. Zunächst wird festgestellt, ob genügend Beweise vorliegen, um Alphabet in die Pflicht zu nehmen. Danach wird die Regierung in der zweiten Phase so viele Beweise wie möglich zusammentragen, bevor sie eine Entscheidung trifft. Die zweite Stufe ist eigentlich optional.
Wir wissen nicht, was passieren wird, wenn das Vereinigte Königreich feststellt, dass Alphabet gegen das Wettbewerbsrecht verstößt. Wir sind sicher, dass es ein Bußgeld geben wird. Was wir wissen ist, dass das Vereinigte Königreich seine endgültige Entscheidung bis zum 19. Dezember treffen wird. Bis dahin sind es noch knapp zwei Monate. Wir werden also wissen, was bis dahin passieren wird. Wir sind sicher, dass Alphabet kein saftiges Bußgeld als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk haben möchte.