Die EU zwingt die Google-Suche, die Art und Weise zu ändern, wie Ergebnisse angezeigt werden

Oscar

Google hat einige schwierige Monate vor Gericht hinter sich, da Aufsichtsbehörden seine Praktiken in mehreren Geschäftsbereichen in Frage gestellt haben. Kürzlich wurde der Mountain View-Riese wegen seiner Suchmaschine mit einem ungünstigen Urteil konfrontiert. Jetzt zwingt die EU Google, die Art und Weise zu ändern, wie der Suchdienst Ergebnisse anzeigt.

Durch eine Änderung des Algorithmus von Google verringerte sich die Reichweite der Dienstleister

Von Zeit zu Zeit nimmt Google Änderungen am Algorithmus der Google-Suche vor. Da es sich um die meistgenutzte Suchplattform der Welt handelt, ist es normal, dass bereits kleine Änderungen die Reichweite von Hunderten oder Tausenden von Websites erheblich beeinträchtigen. Dies geschah in mehreren Gebieten, darunter auch in Europa, wo sich eine Gruppe von Dienstleistern über die Situation beschwerte. Berichten zufolge führten die Algorithmusänderungen zu einer Reduzierung des Datenverkehrs um bis zu 30 % auf Plattformen wie Booking, Expedia und Airbnb und vielen anderen.

Als Reaktion darauf zwingt die EU das Unternehmen, die Art und Weise zu ändern, wie die Google-Suche Suchergebnisse anzeigt. Die Kommission fordert mehrere Änderungen, um die Situation zu verbessern. Die Liste umfasst die Möglichkeit, dass Unternehmen Preise und Bilder direkt in den Suchergebnissen anzeigen können. Eine weitere Voraussetzung ist, dass Google-Dienste in den Suchergebnissen nicht durch unterschiedliche visuelle Elemente besonders hervorstechen. Eine weitere Anforderung besteht darin, dass Suchergebnisse in den Sprachen Deutsch, Belgisch und Estnisch keine Karte mit Standorten anzeigen dürfen.

Die von der EU vorgeschlagenen Änderungen an den Google-Suchergebnissen werden kritisiert

Die EU-Kommission nutzt die DMA-Regeln (Digital Markets Act), um die Änderungen zu erzwingen. Wer sich nicht an diese Regeln hält, dem drohen empfindliche Bußgelder und Einschränkungen. Allerdings scheinen weder Google noch die von der Algorithmusänderung betroffenen Unternehmen mit den EU-Abhilfemaßnahmen zufrieden gewesen zu sein.

Einerseits behauptet Google, dass die vorgeschlagenen Änderungen „schwierige Kompromisse.“ Darüber hinaus sagte Oliver Bethel, Rechtsdirektor bei Google, dass solche Anforderungen keine positiven Auswirkungen auf die Unternehmen haben würden. Andererseits vertreten einige Unternehmen und Experten ähnliche Ansichten wie Oliver Bethel. Mit anderen Worten: Die vorgeschlagenen Änderungen scheinen das Hauptproblem, nämlich den neuen Suchalgorithmus, nicht zu lösen.

Kritiker glauben, dass sich die Dienste von Google auch weiterhin von anderen Suchergebnissen abheben werden. Manche behaupten sogar, dass die EU-Anpassungen kleine Unternehmen betreffen werden. Denn der Verlust der Karte in den Suchergebnissen könnte dazu führen, dass ein Unternehmen noch weniger auffällt.

Das Unternehmen sieht sich mehreren Klagen im Zusammenhang mit seinem Geschäftsmodell gegenüber

Ob Google versucht, gegen die Entscheidung Berufung einzulegen, ist noch offen. Unterdessen steht das Unternehmen in den USA vor Herausforderungen, wo das Justizministerium versucht, es zum Verkauf von Chrome zu zwingen, indem es ein Monopol im Suchmaschinensegment anführt. Auch im Vereinigten Königreich, das nicht zur EU gehört, läuft ein Kartellverfahren gegen Google.