Meta soll wegen psychischer Probleme bei US-Teenagern verklagt werden

Oscar

Facebooks Mutterkonzern Meta würde wegen Bedrohung der psychischen Gesundheit US-amerikanischer Teenager verklagt. Ein US-Richter hat den Antrag des Unternehmens auf Abweisung der darin enthaltenen Klagen und Ansprüche zurückgewiesen.

Wird Meta wegen der Verschlechterung der psychischen Gesundheit von US-Teenagern vor Gericht gestellt?

Ein Bundesrichter in Kalifornien hat entschieden, dass Meta mit Klagen von US-Bundesstaaten rechnen muss. In mehreren Klagen wurde behauptet, Meta schüre psychische Probleme bei Teenagern.

Konkret hat die in Oakland ansässige US-Bezirksrichterin Yvonne Gonzalez Rogers Metas Berufung zurückgewiesen, die von den Bundesstaaten im vergangenen Jahr in zwei getrennten Klagen erhobenen Ansprüche zurückzuweisen.

Eine der Klagen betrifft 30 Bundesstaaten, die andere wurde vom Bundesstaat Florida eingereicht. Indem der US-Richter Metas Klagegründe zurückwies, hat er Bundesstaaten und anderen Klägern im Wesentlichen den Weg frei gemacht, weitere Beweise einzufordern.

Möglicherweise muss Meta vor Gericht gehen. Allerdings ist die jüngste Entwicklung keineswegs die endgültige Entscheidung. Mit anderen Worten: Der US-Richter hat möglicherweise einen langwierigen Prozess gegen Meta wegen angeblicher Bedrohung oder Verschlechterung der psychischen Gesundheit von US-Teenagern eingeleitet.

Der kalifornische Generalstaatsanwalt Rob Bonta sagte in einer Erklärung: „Meta muss für den sehr realen Schaden zur Verantwortung gezogen werden, den es Kindern hier in Kalifornien und im ganzen Land zugefügt hat.“

Meta weist die Vorwürfe zurück und behauptet, dass es Sicherheitsvorkehrungen gibt

Wie erwartet hat Meta die Vorwürfe zurückgewiesen. Obwohl er mit dem Urteil nicht einverstanden war, erklärte ein Meta-Sprecher, das Unternehmen habe „zahlreiche Tools zur Unterstützung von Eltern und Jugendlichen entwickelt“.

Interessanterweise ist Meta nicht der einzige Technologieriese, der sich möglicherweise einem Prozess wegen Social-Media-Sucht unter US-amerikanischen Teenagern stellen muss. Berichten zufolge hat der US-Richter ähnliche Anträge von Meta, TikTok von ByteDance, YouTube von der Google-Muttergesellschaft Alphabet und Snapchat von Snap abgelehnt.

Alle oben genannten Unternehmen versuchten, entsprechende Personenschadensklagen einzelner Kläger abzuweisen. Allerdings ist keiner von ihnen Angeklagter in den Klagen der Bundesstaaten, an denen Meta beteiligt ist.

Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass die Abhängigkeit von sozialen Medien eine bedrohliche psychische Erkrankung darstellt, insbesondere für Jugendliche und junge Erwachsene. Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass solche Plattformen zu Angstzuständen, Depressionen und Problemen mit dem Körperbild führen. Zumindest könnten Klagen gegen Meta zu besseren Mechanismen und einer stärkeren Durchsetzung von Richtlinien zum Schutz von Jugendlichen im Internet führen.